Was ist dieser “Smog”?

 

stare in thoughtfulness

dragon call box

dragon call box von hafual auf Flickr ©

stroll the ancient way

stroll the ancient way von hafual auf Flickr ©

forbidden stairs

forbidden stairs von hafual auf Flickr ©

smoggy past

smoggy past von hafual auf Flickr ©

Ich habe schon oft von diesem “Smog” gehört. In Deutschland wird kontinuierlich dafür gesorgt, dass der Smog verschwindet oder gar nicht mehr entsteht. Ich habe auch nur davon gehört und es nicht richtig wahrgenommen, bis ich es vor fünf Wochen am Flughafen in Peking selbst erlebt habe, als ich beim Einsteigen in das Flugzeug Richtung Bangkok gefragt habe, warum es denn hier so verbrannt riecht und mir erklärt wurde, dass das “Smog” ist. Ich konnte es nicht fassen und auch nicht so richtig glauben.

 

Und heute war es erst ganz ähnlich. Es ist ein bisschen wie in Bayern im Herbst, wenn am Morgen um 08:00 Uhr noch dicke Nebelschwaden in der Luft hängen. Und so dachte ich heute Mittag bei der Ankunft in Huế auch, dass einfach noch dicker Nebel in der Stadt hängt. Aber ein paar Stunden später hat es bei mir gedämmert, denn der Himmel genau über meinem Kopf war strahlend blau. Wenn man dann nach links oder nach rechts geschaut hat, hat man einfach ein dickes, undurchsichtiges Grau gesehen. Bemerkt habe ich das bei der Besichtgung einer alten Kaiserstadt, die die Hauptattraktion der Stadt und wirklich sehenswert ist. Man kann um die Stadt an einem kleinem Wassergraben über viele Brücken spazieren und dabei habe ich das Bild “stare in thoughtfulness” aufgenommen, in dem ich den Smog noch ausblenden konnte. Angekommen in der Kaiserstadt lag die ganze Stadt in einem dichten Smog-Nebel. Und es sah faszinierend aus – auf eine beängstigende Art und Weise. Die Kaiserstadt hat wirklich viel zu bieten, wie z.B. einen Drachen in einer Telefonzelle im Bild “dragon call box“, wunderschöne hunderte Meter lange Gänge im japanischen Stil im Bild “stroll the ancient way“, eine verbotene Treppe im Bild “forbidden stairs“, deren Geheimnis ich gerne gelüftet hätte und eine faszinierende Geschichte: die Stadt wurde in vier Kriegen immer wieder in großen Teilen zerstört und danach wieder aufgebaut.
Und trotzdem hat mich die Erkenntnis wirklich getroffen, dass Vietnam und vielleicht ganz Asien ein extrem großes Smog-Problem hat. Wenn man es nicht erlebt hat, dann kann man es nicht wirklich nachvollziehen: die Luft ist wirklich unglaublich schlecht. Das Atmen fällt viel schwerer, wird zu einer bewussten Aufgabe und es ist extrem ungesund in einer solchen Umgebung zu leben. Die Menschen zerstören sich ihren eigenen Lebensraum. Gestern habe ich gehört, dass in Hanoi acht Millionen Einwohner sechs Millionen Zweiräder besitzen, womit ein Teil der Erklärung für diese Probleme schon fast erbracht ist. Hier ist man noch nicht soweit, dass dieses Problem wirklich verstanden wurde. Man kann wirklich nur hoffen, dass bald ein Umdenken stattfindet bevor es zu spät ist. Denn in einer Umgebung wie im Bild “smoggy past“, in dem man den Smog förmlich riechen kann, sollten wirklich keine Kinder aufwachsen müssen.

Hier ist dieser Artikel entstanden: Hue, Thừa Thiên-Huế Province, Vietnam.

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