Statistiken, die niemand braucht…

 

it's a sad day

it’s a sad day von hafual auf Flickr ©

entering San Diego

entering San Diego von hafual auf Flickr ©

palm silhouette

palm silhouette von hafual auf Flickr ©

…aber trotzdem richtig interessant sind.
Heute war ein trister Tag. Selbst die Skater und Surfer in Laguna Beach, wie im Bild “it’s a sad day“, hatten heute nicht wirklich Lust auf Action. Den traurig dreinblickenden Skater auf diesem Bild habe ich sitzend auf seinem Skateboard in der linken unteren Ecke mit hängenden Armen und hängendem Kopf platziert, um seine Trägheit und Traurigkeit noch zu unterstreichen – es stellt sinnbildlich die Stimmung an diesem tristen und nebligen Tag dar. Heute hat es auf der Strecke von Costa Mesa bis San Diego durchgehend so grau ausgesehen und beim Fahren auf dem Highway 1 konnte man den Ozean und die Strände vor lauter Nebel kaum sehen. Also was macht man an einem solchen Tag?
Man fährt durch die Gegend und zählt endlich einmal wieviele McDonalds, Starbucks und Co. man auf einer Strecke sieht und stellt völlig sinnlose Statistiken auf. Es ist einfach interessant, wie und in welcher Anzahl sich die Läden immer und immer wiederholen. Folgende Kandidaten haben heute um den Sieg gekämpft: Pizza Hut, AT&T (Mobilfunkunternehmen), Chase (Bank), Starbucks, Subway, Taco Bell, Denny’s, Jack in the Box, McDonalds, Chevron (Tankstelle), CVS (Drogerie-Kette) und 7eleven (Tankstelle).

 

Auf dem letzten Platz landen heute mit nur jeweils 2 Filialen AT&T und CVS, auch wenn ich täglich das Gefühl habe, dass ich an mindestens jeweils 10 vorbei fahre.

 

Beim vorletzten Platz gibt es die erste Überraschung: er wird mit 3 Zählern geteilt von Chase, Pizza Hut (habe ich heute verwendet), Taco Bell (habe ich heute auch verwendet) und (ich kann es fast nicht glauben) McDonalds. Wer hätte das gedacht? Seit ein paar Tagen weiß ich zwar, dass Jack in the Box vorgibt, die größte Fastfood-Burger-Kette in den USA zu sein, aber dass McDonalds nur auf dem vorletzen Platz landet, hätte ich vorher nicht geglaubt.

 

Auf dem 4. Platz landet mein Gold-Favorit mit nur 4 Stimmen: Starbucks. Die Kaffeekette teilt sich diesen Platz mit Jack in the Box und Denny’s. Aber Starbucks hat heute eindeutig die coolsten zwei Ketten geliefert: in Laguna Beach liegen zwei Starbucks-Filialen genau 194 Meter auseinander (ich habe den Abstand gemessen). Absolut krank – das ist der Inbegriff von Faulheit! :)

 

Und jetzt die Top 3: auf dem dritten Platz befindet sich Chevron mit 7 Filialen. An dieser Tankstelle habe ich bestimmt schon 5 Mal getankt und tanken ist dort ganz intuitiv gelöst – im Gegensatz zu vielen anderen Tankstellen in den USA. Jeder der aus Deutschland in den USA war kennt bestimmt die Regeln an den Tankstellen: es gibt keine! Jede funktioniert komplett unterschiedlich, d.h. man weiß vorher nie wie man bezahlen kann, ob man vor oder nach dem Tanken bezahlen muss, ob man per Kreditkarte zahlen kann oder nicht, ob man einen ZIP-Code eingeben muss usw. Ich bin schon in jede einzelne Falle getreten und kann behaupten, dass ich bei ca. 20 Mal tanken wahrscheinlich schon das Meiste erlebt habe.

 

Den 2. Platz gewinnt überraschend die Sandwich-Kette Subway mit 8 gezählten Filialen. Diesen Laden habe ich heute wirklich an fast jeder Ecke gesehen.

 

Und Gold gewinnt 7eleven. Noch nie gehört? Ich vor dem heutigen Tag auch nicht! Die Tankstellen-Kette war heute eigentlich gar nicht in der Strichliste enthalten. Aber nachdem ich die fünfte Filiale gesehen habe, musste sie noch aufgenommen werden. Und es hat sich gelohnt, denn 7eleven macht mit 9 gezählten Tankstellen eindeutig das Rennen. Es ist einfach unglaublich, wie viele Tankstellen es in den USA gibt. Jeder noch so kleine Ort hat mindestens eine Tankstelle, meistens sogar drei oder vier. Allein Chevron und 7eleven sind in Orten mit 3000 bis 5000 Einwohnern immer mindestens zweimal vertreten

 

Fazit: ich habe eigentlich eine Fastfood-Kette auf dem ersten Platz erwartet. Aber es zeigt sich, was die Amerikaner am meisten tun (müssen): Autofahren. Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass eine komplette Tankfüllung gerade Mal 40 Dollar (ca. 30 Euro) kostet? :)

 

Und zu diesen sehr sinnvollen Statistiken gibt es noch drei Off-Topic Auswertungen: heute gebrauchte Pappbecher: 6 Stück; heute gehörte Weihnachtslieder: 4 Stück (in den USA ist seit 2 Wochen alles weihnachtlich dekoriert); USA-Flaggen: nach 100 (!) innerhalb von 2,5 Stunden (!!!) habe ich aufgehört zu zählen – ich glaube ich könnte durch ganz Deutschland fahren und würde innerhalb von zwei Wochen keine 100 Deutschland-Flaggen finden.

 

Und am Ende dieses sehr lustigen Statistik-Tages komme ich in San Diego in den Bildern “entering San Diego” und “palm silhouette” an und freue mich einfach nur wie ein kleines Kind auf die Stadt am morgigen Tag. Und hoffentlich bleibe ich morgen etwas vom Nebel verschont. Ich bin gespannt welche Kette morgen das Rennen machen wird.


Hier ist dieser Artikel entstanden: San Diego, California, United States.

11 Kommentare zu "Statistiken, die niemand braucht…"

  1. Wegen 7-Eleven – warte mal bis du nach Thailand kommst.
    In Bangkok wirst du kinen ort finden der mehr als 200 Meter vom nächsten 7-Eleven entfernt ist.

  2. Nicht zu vergessen, du hattest heute einen guten Run beim Bowling mit 161 Pkt., oder? Und ich als ehemaliger Champion hab leider verloren …

  3. Ich war heute Nachmittag schon mal hier von der Arbeit aus aus, jetzt Zuhause von meinem Netbook ist das Layout aber irgendwie kaputt. Ich habe leider keinen Schimmer, welcher Browser auf meinem Netbook installiert ist.

  4. Hi Adrian,
    hast Du irgendwelche neuen Infos zum verwendeten Browser für mich?
    Danke,
    hafual

  5. Ich bin mitlerweile seit ein paar Tagen freudiger Inhaber des Ipad und finde es blendent, dass der Blog im mitgelieferten Browser korrekt dargestellt wird.

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