Motel-hopping

 

no hopping

no hopping von hafual auf Flickr ©

Fast jeden Tag ein neuer Ort. Fast jeden Tag ein neuer Schlafplatz in einem anderen Hotel oder Motel. Und fast jeden Tag gibt es eine neue Überraschung. So wie z.B. auch heute im Bild “no hopping“, das passend zum Thema Motel-hopping ein Absperrband vor einem geleerten Pool zeigt. Den scharfen Bereich des Bildes findet man am Absperrband ganz links und die Schärfe wird immer geringer je weiter man diesem folgt. Im Hintergrund führt die schiefe Leiter in den ausgetrockneten Pool und die leeren Liegen vermitteln im Dunkeln das Gefühl, als wären sie lebendige Spinnen. Das Bild stellt sinnbildlich die tägliche ungewisse Situation dar, die man vor Ankunft in der nächsten Unterkunft für die Nacht empfindet.

 

Es ist interessant, wie sich das Buchungsverhalten in den fünf Wochen Roadtrip entwickelt hat. Bei den ersten zwei Hotelbuchungen ist man noch sehr unsicher und braucht lange, um die passende Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Aber mittlerweile dauert der Auswahlprozess gerade noch maximal 20 Minuten. Man weiß genau worauf man achten muss. Und trotzdem gibt es jeden Tag eine neue Überraschung: mal funktioniert das Wasser nicht (bzw. man ist zu doof um den Wasserhahn zu bedienen, denn es gibt verschiedenste Techniken), das WLAN läuft in ISDN-Geschwindigkeit, man hat einen wunderschönen Ofen mit offenem Feuer im Zimmer, das Frühstück (falls vorhanden) liegt direkt im Zimmer, die Klimaanlage hört sich an wie ein startendes Flugzeug mit Radlagerschaden oder an der Rezeption trifft man einen völlig verschlafenen Besitzer, der im Motel zu wohnen scheint. Und die Namen der Hotels sind immer gleich: Roadway Inn, Hillside Inn, Beach View Inn, Super 8, American Best Value Inn usw. Mittlerweile kenne ich die meisten Ketten, die es im Westen der USA gibt. Aber eines hat mich wirklich überrascht: kein einziges Hotel/Motel war bis jetzt ein totaler Reinfall. Bis zum heutigen letzten Motel waren alle günstig, sauber und in Ordnung und manche sogar richtig gut. Bei dem Ruf, den amerikanische Motels haben, hätte ich wirklich viel Schlimmeres erwartet. Jetzt ist der Roadtrip beendet, der kleine Kia Rio abgegeben und die letzten Stunden in den USA brechen an. Ich bin wirklich gespannt wie das Motel-hopping in Asien ablaufen wird.

Hier ist dieser Artikel entstanden: Inglewood, California, United States.

2 Kommentare zu "Motel-hopping"

  1. Hi Michi,

    Danke für die Grüße die uns die Templers ausgerichtet haben.
    Wahrscheinlich seid ihr grad schon im Flieger unterwegs. Wir verfolgen ständig deinen Blog. Echt interessant was ihr bisher schon alles erlebt habt. Und vor allem die Blickwinkel aus denen du die Reiseerlebnisse betrachtest. Die Erfahrungen mit dem Tanken und von den Motels her können wir nur bestätigen. In Florida war das genauso.
    Cool, dass du noch an die Hochzeitsfotos gedacht hast (Stehen die auch auf deinem Reiseplan?). Aber die laufen ja nicht weg. Und wenn die genauso super sind wie die Fotos im Blog und auf Flickr, dann freuen wir uns schon richtig darauf.
    Weiterhin eine spannende Reise und viel Glück in Asien wünschen Euch Mario,Angelika&Lukas

  2. Hi Mario,
    die Hochzeitsfotos stehen auf dem Plan! :)
    Schön, dass euch meine Bilder und Artikel so gut gefallen. Ich hoffe euch 3 geht es gut!
    Michi

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