extending coffee look-out

toy bridge

toy bridge von hafual auf Flickr ©

shoes relaxing

shoes relaxing von hafual auf Flickr ©

street artist's leisure-time

Ganz genau, ich spreche von San Francisco. Es ist faszinierend: in dieser Stadt gibt es oft gleichzeitig zwei völlig unterschiedliche Wetterfronten. Wenn man wie da wo ich für die paar Tage wohne auf dem Hügel ist, ist es relativ kalt und neblig. In der Innenstadt allerdings ist gleichzeitig strahlender Sonnenschein und es ist 10 Grad wärmer. Das habe ich heute direkt nach der Ankunft mit erlebt.

 

Aber viel krasser ist noch, dass man die Bewegung dieses Nebels richtig beobachten kann. Irgendwann gegen Abend hat sich heute auch Nebel über den Hochhäusern in der Innenstadt gebildet und es ergeben sich Szenen wie im Film “Independance Day”, als die Raumschiffe der Aliens über den Metropolen der Welt eintreffen. Der Nebel frisst die Hochhäuser wirklich zusehens auf und es sieht total unheimlich aus. Ich hatte kurzzeitig wirklich das Gefühl, dass ich weglaufen sollte. Im Bild “extending coffee look-out“, das den schönsten Ausblick eines Starbucks bietet, den ich bisher gesehen habe (und es gibt wirklich unendliche viele bei weitem nicht so schöne Starbucks vor allem in den USA), lassen sich die Nebelschwaden, die die Spitzen der Hochhäuser bereits aufgefressen haben, erahnen.

  

Auch über den Brücken hing heute ein dicker Nebel. Dazu habe ich das Bild “toy bridge” fotografiert, das San Franciscos Bay Bridge als Spielzeugbrücke mit kleinen Spielzeugautos und -lastwagen darstellt…und währenddessen ruhen sich die Einwohner gepflegt in ihrem Wohnzimmer im Park aus (“shoes relaxing“) oder genießen den wohlverdienten Feierabend (“street artist’s leisure-time“, aufgenommen vor dem Eingang zu einem berühmten Cable Car, mit dem ich heute bei Nacht über die Berge San Franciscos gefahren bin – das ist wirklich so geil!).

 

Ihr findet zu San Francisco ein neues Album hier. Und jetzt werde ich meinen Jetlag verarbeiten und mich in dieser wunderschönen Wohnung an der Ecke Oak/Clayton direkt neben dem Golden Gate Park schlafen legen. :)

Hier ist dieser Artikel entstanden: San Francisco, California, United States.


teenager: american sunday

senior: american sunday

Brooklyn Heights for dinner

Die meisten Touristen, die New York bereisen, kennen und besuchen nur Manhattan. Das ist mir gestern ganz krass aufgefallen: ich war gestern den ganzen Nachmittag in Brooklyn und habe mir dort mehrere Stadtteile angesehen. Brooklyn ist eine Stadt in der Stadt, und ich habe auch schon gehört: wer einmal in Brooklyn wohnt, kehrt nicht mehr nach Manhattan zurück. Gestern war Sonntag und in den Straßen Williamsburgs war es extrem ruhig. In den Bildern “teenager: american sunday” und “senior: american sunday” habe ich diese Ruhe am Sonntag festgehalten.

 

In Williamsburg findet man eine komplett andere Welt vor. Hier ist kein Vergleich mit Manhattan möglich, es ist einfach komplett anders. Zum einen sieht man wirklich kaum Touristen, kaum Taxis und zum anderen fühlt man sich zumindest kurzzeitig wie im Glockenbachviertel in München. Das Viertel ist alternativ angehaucht, es gibt viele kleine Bars, Cafés und Restaurants und die Leute sind komplett anders gestyled und gekleidet als in Manhattan. Findet man in Manhattan doch ganz oft den “Gangster-Style” (viele Leute wollen hier möglichst böse aussehen, mit Kapuzenpullis, die Kapuze immer auf dem Kopf, diesen gesenkt, Baseball-Cap und möglichst dunkel angezogen – vor allem in der U-Bahn), tragen ein Großteil der Menschen in Williamsburg hautenge Jeans, Chucks und einen Hut, statt eine Cap. Das Viertel ist wunderschön und ich habe meinen Café in einem wirklich tollen Laden sehr genoßen.

 

Nur einen Katzensprung über das Wasser entfernt zurück nach Manhatten, mit der U-Bahn über die Williamsburg Bridge, geht es zu Fuß nach Einbruch der Nacht über die Brooklyn Bridge. Die Fußgänger laufen über der Straße, also über den Autos und der Weg ist geteilt für Fußgänger und Radfahrer. Auf der anderen Seite erwarten mich Brooklyn Heights und die Brooklyn Heights Promenade. Ich kaufe mir mit Anja Abendessen (der erste Salat seit Tagen :)) und wir setzen uns auf der Promenade auf eine Bank: es ist wirklich ein atemberaubender Blick Richtung Manhatten, wie ihr im Bild “Brooklyn Heights for dinner” sehen könnt. Was ein geiler Abend – wenn ich hier wohnen würde, wäre das meine allwöchentliche Sonntagsbeschäftigung.

 

Ihr findet weitere Bilder hier im Album “New York“.

Hier ist dieser Artikel entstanden: New York, New York, United States.